Kreativräume sind keine nette Option!

Kreativräume sind keine nette Option!

Dass ein entsprechendes Raumkonzept kreative Arbeit und Ideenfindung fördert, muss hier nicht mehr grundlegend erörtert werden – das ist gehärteter Stand der Wissenschaft. So wird auch das verrocchio Institute immer wieder konsultiert, um bei der Umsetzung von kreativen Räumen und Arbeitsumgebungen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Will man sich dem Thema „Kreative Räume“ schnell nähern, kann der Weg zunächst über die Google-Bildersuche führen. Hier findet man Bilder und erste Eindrücke unter folgenden Suchbegriffen:
Google Bildersuche: „creative office workspaces“
Google Bildersuche: „design thinking workspaces“
Google Bildersuche: „innovation lab“

Ein Beispiel eines für Design Thinking ideal zugeschnittenen Raumes findet man auf der Website des Hasso-Plattner-Instituts. Hier wird fokussiert ein sehr flexibles Raumkonzept mit beweglichen Möbeln eingesetzt.

Quelle: HPI School of Design Thinking, Students & Space, © Kay Herschelmann
Quelle: HPI School of Design Thinking, Students & Space, © Kay Herschelmann

Eine Buchempfehlung an dieser Stelle ist das Buch „Design Thinking – Das Handbuch“, erschienen bei Frankfurter Allgemeine Buch. Hier wird ebenfalls sehr detailliert auf das Thema „Kreative Räume“ eingegangen.

Eigenschaften von kreativen Räumen:

  •  Ermunterung zur Interaktion
  •  Stimulation der Kreativität
  •  freie Wahl des Arbeitsplatzes
  •  Arbeitsplätze für Co-Creation
  •  große Tische und Arbeitsflächen
  •  Inspirationsquellen wie Bibliotheken
  •  natürliches und direktes Licht

Zusätzliche Eigenschaften von Design Thinking-Räumen:

  •  Möbel sind durch Rollen flexibel
  •  Alle Oberflächen sind beschreibbar
  •  Es gibt störungsfreie Arbeitsbereiche
  •  Werkzeuge und Prototyping-Material sollten in 7 Sekunden erreichbar
  •  sein Alle Ergebnisse können auf längere Zeit hängen bleiben

Hier einige Raumtypen, die sich in den letzten Jahren gebildet und für kreative Arbeit etabliert haben:
Brainstorming-Raum, Prototyping-Bereiche, Präsentationsbereiche, Work-Lounges, Open Meeting Points, Pausenbereiche, Study Booth, Touchdown-Räume, Bibliotheken, Relaxräume, Sporträume, Design Thinking Lab, Design Thinking Floor, Open Archive.

Mein aktuell favorisiertes Raumkonzept für einen ersten Kreativraum, den ein Team oder eine Organisation einrichtet, ist der „Jeder-bringt-etwas-mit-Raum“ oder der „Everybodies Room“. Vorgehen ist dabei folgendes: Ist ein ausreichend großer Raum gefunden, wird eine projektbegleitende Kampagne gestartet, die zum Ziel hat, dass alle involvierten Mitarbeiter je ein Möbelstück von zu Hause mitbringen, um den Raum einzurichten. Das geht von Bodenbelägen über Sitzmöbel und Tische bis hin zu Regalen, Blumen und allem, was den Raum zu einer inspirierenden Oase für kreative Arbeit macht.

Dieses Konzept vereint folgende wesentliche Vorteile in einem Raum:

  •  Die Einrichtung ist vergleichsweise günstig
  •  Der Raum sieht garantiert anders aus als jeder andere Raum im Unternehmen
  •  Der Raum ist für jeden Teilnehmer auch ein wenig wie sein Zuhause
  •  Der Raum transportiert ein neues Mindset wie beispielsweise bei Start-ups
  •  Er zahlt direkt auf eine neue Denk- und Innovationskultur ein

Mit inspirierenden Grüßen,
Benno van Aerssen

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