Design Thinking – die Methode, die zuerst zuhört
Viele Unternehmen investieren in Lösungen, bevor sie das Problem wirklich verstanden haben. Design Thinking kehrt diese Reihenfolge um. Was Unternehmen aktuell im Design-Thinking-Kontext herausfordert – und wie das verrocchio Institute dabei unterstützt.
Warum Design Thinking für Unternehmen ein Kernthema ist
Innovationen scheitern selten an fehlenden Ideen. Sie scheitern daran, dass Ideen an den Menschen vorbeientwickelt werden, die sie nutzen sollen. Produkte, die technisch beeindruckend sind, aber niemand wirklich braucht. Services, die intern gut klingen, extern aber nicht funktionieren. Geschäftsmodelle, die aus der eigenen Perspektive logisch erscheinen, die Kundenperspektive aber nie wirklich eingeholt haben.
Design Thinking ist der methodische Gegenentwurf dazu. Es stellt den Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Die Methode, ursprünglich an der Stanford University entwickelt, ist heute eine der wirkungsstärksten Innovationsmethoden für Unternehmen jeder Branche und Größe.
Für verrocchio ist Design Thinking keine isolierte Technik. Es ist eine Haltung, die sich durch alle Phasen der Innovationsarbeit zieht: Verstehen, bevor man handelt. Testen, bevor man skaliert. Lernen aus dem, was nicht funktioniert.





Herausforderungen, die wir in Unternehmen immer wieder sehen
Teams lösen das falsche Problem.
Der häufigste Fehler in der Innovationsarbeit ist nicht die fehlende Kreativität, sondern die falsche Problemdefinition. Teams starten mit Annahmen statt mit Beobachtungen. Sie arbeiten mit dem, was intern bekannt ist und verpassen dabei das, was extern tatsächlich relevant ist. Das Ergebnis: aufwändige Lösungen für Probleme, die niemand hatte.
Der Nutzer kommt am Ende, nicht am Anfang.
In vielen Entwicklungsprozessen wird der Nutzer erst konsultiert, wenn die Grundentscheidungen schon gefallen sind. Feedback wird eingeholt, aber selten wirklich eingearbeitet. Das kann ziemlich teuer werden: Je später ein falscher Kurs korrigiert wird, desto mehr Ressourcen wurden bereits investiert.
Kreativmethoden werden ohne Prozessrahmen eingesetzt.
Brainstorming, Ideation-Sessions, Kreativworkshops: Viele Teams kennen einzelne Methoden, setzen sie aber ohne strukturierten Kontext ein. Was fehlt, ist der Rahmen, der aus einzelnen Kreativmomenten einen kohärenten Entwicklungsprozess macht. Design Thinking liefert genau diesen Rahmen.
Prototypen werden als Schwäche verstanden.
Die Bereitschaft, früh und schnell zu testen, ist in vielen Unternehmenskulturen unterentwickelt. Ideen werden zu lange intern durchdacht, bevor sie nach außen kommen. Der Gedanke, etwas Unfertiges zu zeigen erzeugt Widerstände, dabei ist dies der effektivste Weg, teuren Fehlentwicklungen vorzubeugen.
Empathie ist kein Unternehmenswerkzeug.
Tiefes Nutzerverständnis (durch Interviews, Beobachtung, Empathy Maps) wird in vielen Organisationen weder systematisch erhoben noch strukturiert ausgewertet. Was als ‚zu weich“ gilt, ist in Wirklichkeit eine der härtesten Informationsquellen für belastbare Produktentscheidungen.
Agilität ohne Empathie führt in die falsche Richtung.
Viele Unternehmen haben agile Arbeitsmethoden eingeführt, arbeiten in Sprints und liefern schnell. Aber Schnelligkeit in die falsche Richtung ist kein Vorteil. Ohne menschenzentrierten Ausgangspunkt entstehen Iterationen, die das Falsche immer besser machen.
Wie verrocchio Institute beim Thema Design Thinking unterstützt
Das verrocchio Institute begleitet Unternehmen dabei, Design Thinking wirklich anzuwenden. Dabei vermitteln wir nicht theoretische Grundlagen, sondern den operativen Einsatz in der eigenen Innovationsarbeit.
Die Grundlage ist ein Fundus von über 1.000 erprobten Methoden, dokumentiert auf unserem innovation.wiki und die Erfahrung aus mehr als 2.000 internationalen Projekten. Je nach Ausgangslage und Ziel setzen wir auf unterschiedlichen Ebenen an.
Workshops für konkrete Fragestellungen
Wenn Ihr Team für eine spezifische Herausforderung eine nutzerorientierte Perspektive braucht, sind unsere Workshop-Formate der richtige Einstieg. Moderiert, strukturiert, mit einem validierten Lösungsansatz als Ergebnis.
→ Design Thinking Workshop: Vom Nutzerverständnis zur getesteten Lösung – in einem oder zwei Tagen. → Innovationsworkshop: Wenn der Fokus auf breiter Ideengenerierung liegt, nicht nur auf Nutzerzentrierung. → Strategieworkshop: Design Thinking als Werkzeug in strategischen Entscheidungsprozessen → KI-Workshop: Nutzerzentrierte Perspektive auf KI-gestützte Produkt- und Serviceentwicklung. → Zukunftsworkshop: Design Thinking verbunden mit Szenarien und Megatrends.
Formate für Menschen mit Vorwissen
Design Thinking Erste-Hilfe
Sie brauchen wirksame Gegenmittel gegen suboptimale Bedingungen bei Ihrem Design Thinking-Sprint oder Ihrem Design Thinking-Projekt? In diesem Format lernen Sie Erste-Hilfe und lebensrettende Maßnahmen für Ihre Design-Thinking-Projekte kennen.
Erhalten Sie Lösungen auf die Frage: „Welche Hinderniseffekte gibt es und wie gehen wir idealerweise mit ihnen um, damit unser Design Thinking Sprint / Projekt doch noch ein Erfolg werden kann?“
Design Thinking ist nicht alles
“Wir lieben Design Thinking” – ABER nicht alle Herausforderungen lassen sich mit Design Thinking gut lösen. Daher zeigen wir Ihnen in diesem Format Alternativen, Ergänzungen und Kombinationen rund um Design Thinking.
Wir zeigen und erarbeiten gemeinsam mit Ihrem Team echte Alternativen, vergleichen verschiedene Makromethoden und erarbeiten Anpassungen und Kombinationen.
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Mehr InformationenDesign Thinking Erste-Hilfe
Sehen wir der Realität ins Auge – unsere Design Thinking-Sprints und -Projekte laufen meist nie unter perfekten Rahmenbedingungen ab. Es ist sogar die Normalität, dass wir im Arbeitsalltag immer einige limitierende Faktoren haben.
Im Seminar erlernen Sie deshalb …
- Wie Sie fehlende Erfolgsparameter Ihres Sprints oder Projekts identifizieren können
- Was Sie tun können, wenn Sie zu wenig Zeit für das Projekt haben
- Was Sie tun können, wenn Ihre Ideen nicht ausreichend iteriert und getestet werden können
- Wie Sie auf Kollegen reagieren, die nicht freiwillig am Projekt teilnehmen
- Wie Sie mit erfahrenen Kollegen und Vorgesetzten im Projekt umgehen können, die es besser wissen
Design Thinking ist nicht alles
Zu oft wird Design Thinking mangels einer Alternative missbraucht, es wird nicht zielführend angepasst oder mit anderen Methoden unglücklich kombiniert.
Das Problem ist: Wenn eine Methode in einem Unternehmen oder Team erst einmal aufgrund von falscher Anwendung in Misskredit geraten ist, will auf lange Sicht niemand mehr damit arbeiten – und das hat weitreichende Folgen.
Im Seminar lernen Sie deshalb alternative, spannende Makromethoden kennen und anwenden. Darunter:
- Creative Problem Solving
- Design Innovation Process
- Forth Innovation
- TRIZ
- Lean Startup
- Idealog Prozess
- Blue Ocean Strategy
- Kreativprozess nach Wallas
- 6 Denkhüte
Ausbildungen für dauerhaften Kompetenzaufbau
Für Unternehmen, die Design Thinking nicht einmalig erleben, sondern systematisch in ihrer Organisation verankern wollen, bieten wir die verrocchio Innovation Coach Ausbildungen als In-house-Programme an. Entwickelt von Christian Buchholz und Benno van Aerssen, ausgezeichnet mit dem Internationalen Deutschen Trainingspreis und mit über 1.000 Absolventen erprobt.
Design Thinking ist ein inhaltlicher Schwerpunkt in mehreren dieser Ausbildungsmodule, von den Grundlagen des nutzerzentrierten Denkens bis zu fortgeschrittenen Facilitator-Kompetenzen. Alle Programme werden als In-house-Format direkt in Ihrer Organisation durchgeführt, angepasst auf Ihre Branche und Ausgangslage.
Lern-Nuggets aus der verrocchio Academy
Für gezieltes, modulares Lernen genau dann, wenn es gebraucht wird, steht die verrocchio.academy zur Verfügung. Einzelne Topics aus den Ausbildungsprogrammen können als Lern-Nuggets gebucht werden: kompakt, direkt anwendbar, ohne Commitment zu einem vollständigen Programm. Ideal für Unternehmen, die Innovationswissen dort einbetten wollen, wo es im Alltag tatsächlich relevant wird, und für Einzelpersonen, die gezielt an bestimmten Kompetenzen arbeiten wollen.
Design-Thinking-Wissen – von uns für Sie
Über 500 Jahre dokumentiertes Innovationswissen, mehr als 1.000 erprobte Methoden, viele davon kommen direkt aus der Praxis der Design-Thinking-Arbeit: Das innovation.wiki ist die weltweit größte frei zugängliche Methodendatenbank für Innovationsarbeit. Methoden wie Empathy Mapping, Jobs-to-be-Done, How-Might-We oder Prototyping sind dort vollständig dokumentiert und direkt in der eigenen Arbeit nutzbar.
Daneben empfehlen wir das Standardwerk „Das große Handbuch Innovation“ von Christian Buchholz und Benno van Aerssen: 555 Innovationsmethoden aus direkter Praxiserfahrung – ein Nachschlagewerk für alle, die systematisch und undogmatisch mit Methoden arbeiten wollen. Mehr erfahren | Direkt bestellen
Unsere Kostenlosen Design Thinking Tools
Jetzt anfragen
Sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben, natürlich kostenfrei und unverbindlich.
In einem 30-minütigen Erstgespräch klären wir, wo Sie gerade stehen, welches Format zu Ihrer Situation passt, was ein realistischer Rahmen ist und wie wir gemeinsam vorgehen können.
Christina Westing beantwortet Ihre Anfrage persönlich und schnell.
Mehr Wissen und Inspiration zum Thema
Mehr zum Thema Innovation, Transformation und Nachhaltigkeit finden Sie im Innovation Navigator auf dem Innovation.Wiki. Jetzt lesen und neues Wissen aneignen.
